Dieselpreise in
Österreich auf
Rekordniveau: Was Autofahrer:innen jetzt zahlen


Diesel kostet in Österreich wieder deutlich mehr als zwei Euro pro Liter. Im September wurde sogar ein neuer Höchststand erreicht. Wir erklären, wie stark die Spritpreise gestiegen sind, warum die Kosten schwanken und wie die Energiekosten bei E-Autos im Vergleich aussehen.

6 Min | September 2026

Zuerst kurz zu den wichtigsten Begriffen: Der Spritpreis ist der Preis für Benzin oder Diesel an der Tankstelle. Er setzt sich aus dem eigentlichen Kraftstoffpreis sowie Steuern und Abgaben zusammen. Die Energiekosten eines Autos beschreiben dagegen, wie viel die für das Fahren benötigte Energie kostet – beim Verbrenner also Benzin oder Diesel, beim E-Auto Strom.


Aktuell sind diese Kosten für Fahrer:innen von Verbrennern wieder deutlich gestiegen. Laut ÖAMTC auf Basis der Daten der E-Control lag der österreichweite Medianpreis am 23. September bei 2,224 Euro pro Liter Diesel. Bereits am 16. September wurde mit 2,268 Euro pro Liter ein neuer Tages-Höchstwert erreicht. (ÖAMTC)

Für E-Auto Fahrer:innen stellt sich diese konkrete Preisfrage nicht: Ein vollelektrisches Auto benötigt weder Diesel noch Benzin. Seine Energiekosten hängen stattdessen vom Strompreis und davon ab, wo geladen wird.


Als Spezialist für E-Mobilität und E-Auto Abos in Österreich beschäftigt sich vibe laufend mit den Kosten und Entwicklungen rund um elektrische Mobilität. Wir ordnen ein, was die aktuell hohen Dieselpreise für Autofahrer:innen bedeuten und wie sich die Energiekosten von Verbrennern und E-Autos unterscheiden.

Wie teuer ist Diesel in Österreich aktuell?


Diesel kostet derzeit österreichweit deutlich mehr als zwei Euro pro Liter. Der von der E-Control ermittelte Median lag am 23. September 2026 bei 2,224 Euro pro Liter. Besonders hoch war der Preis Mitte September: Am 16. September erreichte der Tageswert 2,268 Euro pro Liter und übertraf damit sogar den bisherigen Höchststand von 2,245 Euro aus März 2026. (ÖAMTC)


An einzelnen Tankstellen kann Diesel noch deutlich teurer sein. So wurden am 22. September an einer Tankstelle in Tweng in Salzburg 2,429 Euro pro Liter verlangt. (Heute) Für einen 50-Liter-Tank bedeuten 2,224 Euro pro Liter bereits 111,20 Euro für eine Tankfüllung.



Warum ist Diesel derzeit so teuer?


Benzin und Diesel werden aus Erdöl hergestellt. Deshalb hängen ihre Preise stark vom internationalen Ölmarkt ab. Verändert sich das Angebot an Rohöl, kommt es zu Versorgungsengpässen oder steigen internationale Preisnotierungen, können sich diese Entwicklungen auch an österreichischen Tankstellen bemerkbar machen.


Der aktuelle Preisanstieg war so stark, dass die österreichische Bundesregierung inzwischen eine neue Spritpreisbremse angekündigt hat. Für Oktober und November sollen Benzin und Diesel dadurch um mehr als zwölf Cent pro Liter günstiger werden. Dafür soll unter anderem die Mineralölsteuer um 6,7 Cent pro Liter gesenkt werden (ORF). Die Maßnahme soll die aktuellen hohen Preise abfedern. Wie sich Diesel danach entwickelt, hängt weiterhin von den Energie- und Rohölmärkten ab.



Was bedeuten hohe Dieselpreise für die laufenden Autokosten?


Schon kleine Veränderungen beim Literpreis können sich bei regelmäßiger Nutzung deutlich bemerkbar machen. Ein Diesel mit einem Verbrauch von 6 Litern pro 100 Kilometer benötigt bei 15.000 Kilometern Fahrleistung etwa 900 Liter Kraftstoff pro Jahr. Bei einem Dieselpreis von 2,224 Euro pro Liter entsprechen 900 Liter rechnerisch rund 2.002 Euro Kraftstoffkosten pro Jahr.



Was passiert bei einem E-Auto, wenn Diesel teurer wird?


Zunächst einmal: nichts unmittelbar. Ein vollelektrisches Auto fährt mit Strom. Steigt der Preis für einen Liter Diesel von beispielsweise 1,80 auf 2,20 Euro, verändert das den Strompreis an der Wallbox oder Ladesäule nicht automatisch.


Das bedeutet allerdings nicht, dass die Energiekosten eines E-Autos konstant sind. Auch Strompreise und öffentliche Ladetarife können steigen oder sinken. Der entscheidende Unterschied ist, dass sie nicht direkt vom Diesel- oder Benzinpreis abhängen. Außerdem unterscheiden sich die Ladekosten je nachdem, wo geladen wird. Zu Hause, beim Arbeitgeber, an öffentlichen AC-Ladestationen oder an Schnellladestationen können unterschiedliche Preise gelten.



Wie teuer ist E-Auto fahren im Vergleich?


Eine aktuelle Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT) zeigt, dass die Energiekosten von E-Autos bereits vor dem jüngsten starken Anstieg der Ölpreise niedriger waren. Laut dem EV Transition Check 2026 des ICCT waren batterieelektrische Autos in der EU 2025 im Durchschnitt 33 % günstiger zu fahren als vergleichbare Benziner. Berechnet wurde dabei mit einer Mischung aus privatem und öffentlichem Laden. Auch wer ausschließlich öffentlich lädt, lag laut der Untersuchung im EU-Durchschnitt noch 5 % unter den Energiekosten eines vergleichbaren Benziners.


2026 wurde der Unterschied größer: Laut ICCT stiegen die Energiekosten von Verbrennern zu Beginn des Jahres infolge der Ölpreisentwicklung um 12 bis 36 %, während jene von batterieelektrischen Autos weitgehend stabil blieben. Wie hoch die individuellen Kosten tatsächlich sind, hängt natürlich von Fahrzeug, Verbrauch, Fahrleistung und Lade- beziehungsweise Kraftstoffpreis ab.


Mehr zu den Ergebnissen der Studie findest du in unserem Beitrag E-Autos 33 % günstiger als Benziner: Studie 2026.



Sind E-Autos insgesamt günstiger als Verbrenner?


Die Energiekosten sind nur ein Teil der gesamten Autokosten. Für einen vollständigen Vergleich müssen auch Anschaffung beziehungsweise Finanzierung, Versicherung, Wartung, Steuern und Wertverlust berücksichtigt werden. E-Autos haben dabei eine andere Kostenstruktur als Verbrenner. Neben Strom statt Benzin oder Diesel unterscheiden sich beispielsweise auch Wartungsaufwand und steuerliche Behandlung.

Ob ein bestimmtes E-Auto insgesamt günstiger ist als ein bestimmter Verbrenner, hängt deshalb vom Modell und der Nutzung ab. In unserem E-Auto vs. Verbrenner Kostenvergleich vergleichen wir diese Kosten anhand konkreter Fahrzeugbeispiele.



Was bedeutet die aktuelle Dieselpreisentwicklung für E-Auto Fahrer:innen?


Die aktuellen Rekordpreise zeigen vor allem einen grundlegenden Unterschied zwischen den beiden Antriebsarten. Wer einen Diesel fährt, benötigt regelmäßig einen Kraftstoff, dessen Preis unmittelbar vom fossilen Energiemarkt beeinflusst wird. Internationale Entwicklungen können sich dadurch relativ schnell auf die persönliche Tankrechnung auswirken.


Wer ein E-Auto fährt, lädt Strom. Auch dessen Preis kann schwanken – die aktuelle Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise hat darauf jedoch keinen direkten Einfluss. Gerade in Phasen hoher Ölpreise wird dieser Unterschied bei den laufenden Kosten besonders sichtbar.



E-Auto fahren mit planbaren Fahrzeugkosten


Neben den Energiekosten spielen auch die übrigen laufenden Autokosten eine Rolle. Mit dem E-Auto Abo von vibe sind viele davon bereits in einer monatlichen Rate gebündelt. Dazu gehören unter anderem Ladekarte & Ladekabel, Versicherung, Service, Wartung, saisonale Bereifung und Schadensmanagement. Separat bleiben insbesondere die individuellen Ladekosten.


So lassen sich die Kosten rund um das Fahrzeug besser planen – während getankt werden muss weder Benzin noch Diesel. Mehr über die Vorteile des E-Auto Abos erfahren.