GT! – Part 3:
Energie, die mitdenkt


Warum Energie plötzlich in beide Richtungen fließt

5 Min | April 2026

Was wäre zukunftsfähige Technologie ohne Anwendungsbeispiele, die bereits heute zeigen, wie sie funktioniert? Für Gran Turismo Innovation sind Kurt Leonhartsberger und Christian Clerici genau dorthin gegangen, wo Zukunft bereits Realität ist: zur Firma ÖKOfen in Oberösterreich. Am Standort in Niederkappl wird sichtbar, wie ein Unternehmen, das seit Jahren als Innovationstreiber vorangeht, das Thema bidirektionales Laden konkret in den eigenen Betrieb integriert.

Gemeinsam mit Sunlumo – dem Generalvertrieb von Sigenergy – entsteht hier ein System, das zeigt, wie Energie, Gebäude und Mobilität zusammenwachsen. Vom intelligenten Energiespeicher bis zur Ladeinfrastruktur wird vor Ort erlebbar, was oft noch abstrakt klingt: ein funktionierender Energiekreislauf, in dem das Elektroauto längst mehr ist als nur ein Fortbewegungsmittel. Zwei Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: Technologie nicht nur zu denken, sondern sie im Alltag wirksam zu machen.

Wenn Energie plötzlich zurückfließt


Wir sind es gewohnt, dass Strom in eine Richtung fließt: von der Quelle zum Verbraucher. Steckdose rein, Energie raus – fertig. Doch was passiert, wenn sich dieses Prinzip umkehrt? Wenn dein Auto nicht nur lädt, sondern auch liefert? Wenn Energie nicht mehr nur verbraucht, sondern intelligent verteilt wird? Genau hier beginnt die nächste Stufe der Energiewende. Was auf den ersten Blick wie ein weiteres technisches Upgrade wirkt, ist in Wahrheit ein Paradigmenwechsel. Ein modernes Energiesystem besteht heute nicht mehr aus einzelnen Komponenten, sondern aus einem intelligenten Zusammenspiel: Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und Elektroauto. Alles ist miteinander verbunden. Alles spricht miteinander.



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Der Moment, in dem das Auto zurückgibt


Die eigentliche Innovation liegt nicht im Laden – sondern im Entladen. Bidirektionales Laden bedeutet: Das Elektroauto wird zum aktiven Teil des Energiesystems.


„Das wirklich Innovative ist: Das Auto wird Teil des Energiesystems. Es kann nicht nur laden, sondern auch wieder Energie zurückgeben – ins Haus oder in den Speicher. Damit wird es vom Verbraucher zur aktiven Ressource.“


— Robert Buchinger, Geschäftsführer Sunlumo


Es kann:


  • Energie ins Gebäude zurückspeisen
  • andere Speicher unterstützen
  • Lastspitzen ausgleichen


Plötzlich ist das Auto nicht mehr nur Nutzer, sondern Ressource. Und das passiert nicht manuell oder kompliziert, sondern automatisiert. Fahrzeug und Ladeinfrastruktur kommunizieren miteinander, stimmen sich ab, regeln Leistung und Energiefluss.


Wenn Systeme beginnen zu denken


Richtig spannend wird es, wenn Intelligenz ins Spiel kommt. Energiemanagementsysteme analysieren: Verbrauchsmuster, Tageszeiten, wiederkehrende Ereignisse. Sie wissen, wann mehr Energie benötigt wird noch bevor es passiert. Beispiel: Samstagabend. Die Sauna läuft. Der Energiebedarf steigt. Das System reagiert automatisch: Das Auto gibt Energie ab. Der Speicher unterstützt. Das Netz wird entlastet. Was hier passiert, ist mehr als Automatisierung, es ist vorausschauende Steuerung.



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Vom Eigenheim bis zur Industrie


Diese Technologie ist längst nicht mehr nur Zukunftsmusik oder Spielerei für Technikbegeisterte. Sie funktioniert heute bereits im Einfamilienhaus, im Gewerbebetrieb und in der Industrie. Gerade Unternehmen erkennen das Potenzial schnell:


  • Reduktion von Lastspitzen
  • geringere Infrastrukturkosten
  • intelligente Nutzung vorhandener Energie


Statt in Kupfer und Leitungen zu investieren, wird in Intelligenz investiert. Und genau hier zeigt sich, wohin die Reise geht:


„Warum sollte man heute noch Systeme ohne bidirektionales Laden bauen, wenn es technisch schon möglich ist? Der nächste Schritt ist klar: Energie, Gebäude und Mobilität gemeinsam denken.“


— Stefan Ortner, Geschäftsführer ÖKOfen


Und das verändert die Spielregeln. So komplex die Technologie im Hintergrund ist – ihr Erfolg hängt an etwas ganz anderem: Einfachheit. Systeme müssen leicht installierbar sein, intuitiv bedienbar sein und nahtlos funktionieren. Die beste Technologie bringt nichts, wenn sie im Alltag nicht genutzt wird. Deshalb setzen moderne Lösungen auf integrierte Systeme aus einer Hand, smarte Software und klare Benutzeroberflächen. Komplexität verschwindet im Hintergrund. Nutzer:innen sehen nur noch Ergebnisse.


Die offene Frage: Wer zieht mit?


Technisch ist vieles bereits möglich. Doch der nächste Schritt hängt nicht nur von Technologie ab, sondern vom Willen zur Veränderung:


  • Automobilhersteller müssen Fahrzeuge öffnen
  • Unternehmen müssen investieren
  • Nutzer:innen müssen bereit sein, neue Wege zu gehen


Denn noch kann nicht jedes Elektroauto Energie zurückgeben. Aber die Richtung ist klar.


Fazit: Der Kreislauf schließt sich


Die vielleicht spannendste Idee entsteht genau an der Schnittstelle von Arbeit und Alltag: Energie wird mobil. Tagsüber produziert ein Unternehmen günstigen Strom. Mitarbeiter:innen laden ihre Fahrzeuge. Abends wird die Energie zu Hause genutzt. Ein geschlossener Kreislauf. Eine Win-win-Situation für Unternehmen, Mitarbeiter:innen und das Energiesystem.


Wir stehen an einem Punkt, an dem Energie neu gedacht wird. Nicht mehr linear. Nicht mehr statisch. Sondern vernetzt, dynamisch und intelligent. Autos stehen nicht mehr nur am Parkplatz. Sie speichern. Sie liefern. Sie stabilisieren. Und vielleicht ist genau das der entscheidende Schritt: Dass wir beginnen, Energie nicht mehr nur zu verbrauchen, sondern sie als das zu sehen, was sie wirklich ist: Ein System, an dem wir alle aktiv teilnehmen.



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Behind the scenes:

Christian Clerici ist Head of Content & Creation bei vibe moves you und Mastermind hinter dem Projekt GRAN TURISMO INNOVATION. Gemeinsam mit seinem langjährigen Geschäftspartner Clemens Maria Fischer und der Daleyelama Bewegtbild GmbH werden aufwendige Produktionen wie GT! bewegend in Szene gesetzt. Mit geballter Medienexpertise, einem professionellen Team und dem Auge für’s Detail im Big Picture.