GT! – Part 1:
Kaffee und Fuhrpark


Wenn Autos plötzlich mehr können als fahren.

5 Min | März 2026

Die Welt ist voller Autos. Allein in Österreich sind über 5 Millionen PKW unterwegs – und sie stehen die meiste Zeit still. Rund 95 % ihres Lebens verbringen sie geparkt, im Schnitt werden sie nur etwa eine Stunde pro Tag genutzt. Gleichzeitig verursachen sie einen erheblichen Teil der verkehrsbedingten CO₂-Emissionen.

Doch genau in diesem scheinbaren Widerspruch liegt eine enorme Chance. Elektroautos sind nämlich weit mehr als nur Fortbewegungsmittel. Sie sind rollende Energiespeicher – und genau hier setzt ein Konzept an, das aktuell die Energie- und Mobilitätswelt verändert: Bidirektionales Laden.

Vom Kaffee zum Energiesystem


Ein einfaches Beispiel macht die Idee greifbar: Kaffee kochen mit Strom aus dem Auto. Klingt spielerisch – ist aber ein perfekter Einstieg in ein komplexes Thema.


Denn hinter dieser Idee steckt viel mehr als ein netter Gag. Beim bidirektionalen Laden geht es darum, dass ein Fahrzeug nicht nur Strom aufnimmt, sondern ihn auch wieder abgeben kann – und zwar intelligent gesteuert über eine entsprechende Ladeinfrastruktur.


Das Auto wird Teil eines größeren Systems. Es kommuniziert mit Gebäuden, dem Stromnetz und anderen Energiequellen. Energie fließt dorthin, wo sie gerade gebraucht wird – oder besonders günstig ist.



GT! – Gran Turismo Innovation macht diese Zukunft greifbar.


Christian Clerici – Head of Content & Creation bei vibe moves you und Kurt Leonhartsberger – Experte für Energiemanagement und Initiator der V2G-Alliance Austria sind in der ersten Folge bei vibe moves you vor Ort. Österreichs Marktführer für Elektroautos im Abo, denkt die Zukunft des bidirektionalen Ladens längst für sein digitales Ökosystem mit. Im Gespräch mit Kristin Himler – Head of PMO, Innovation & AI bei vibe moves you zeigt sich, welches unglaubliche Potential die Technologie hat und wie sie, richtig genutzt, wirtschaftlich und gesellschaftlich relevant ist.



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Das eigentliche Potenzial: Energie neu denken


Die Kaffee-Metapher hilft beim Einstieg – doch das wahre Potenzial liegt woanders. Ein durchschnittliches Elektroauto speichert 70–90 kWh Energie. Hochgerechnet auf ganze Fahrzeugflotten entstehen enorme Kapazitäten:


  • Bei 3.500 Fahrzeugen im Fuhrpark ergibt sich eine Speicherkapazität von rund 245 MWh
  • Das entspricht dem Tagesbedarf von etwa 24.000 Haushalten


Und das ist erst der Anfang. Schon heute könnten die vorhandenen Elektroautos in Österreich – bei nur etwa 5 % Anteil – theoretisch ein Drittel der Pumpspeicherkraftwerke ersetzen. Mit steigender E-Mobilität wächst dieses Potenzial exponentiell.



Vom Kostenfaktor zur Erlösquelle


Für Unternehmen wie vibe moves you eröffnet sich damit ein völlig neues Spielfeld. Das Auto wird:


  • vom reinen Kostenfaktor
  • zur aktiven Einnahmequelle


Kund:innen könnten künftig davon profitieren, ihre Fahrzeugbatterie flexibel zur Verfügung zu stellen:


  • Laden, wenn Strom günstig ist
  • Abgeben, wenn er gebraucht wird
  • Dynamische Abomodelle mit Preisvorteilen


Das Ganze erinnert fast an Gamification: Wer mehr Energie bereitstellt, kann mehr profitieren.



Einfachheit und Vertrauen als Schlüssel


So revolutionär die Technologie ist – ihr Erfolg hängt an zwei entscheidenden Faktoren:


Einfachheit: Die Nutzung muss intuitiv bleiben. Komplexität ist der größte Feind der Akzeptanz.

Vertrauen: Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass Systeme sicher, stabil und sinnvoll funktionieren. Gerade in der Elektromobilität ist das ein zentraler Hebel.


Hier positioniert sich vibe moves you als Partner, der diese Komplexität reduziert und Innovation zugänglich macht.



Der nächste Schritt: Realität


Die Vision ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Erste konkrete Anwendungsfälle existieren bereits:


  • Arbeitsplatz + Wallbox + Fahrzeug = intelligentes Energiesystem
  • Gebäudeversorgung über Fahrzeugbatterien
  • Integration in Unternehmensprozesse


Und genau dorthin führt auch die Reise dieser Episode: zu einem innovativen Unternehmen in Oberösterreich, das zeigt, wie bidirektionales Laden im Alltag bereits funktioniert.



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Fazit: Mehr als Mobilität


Bidirektionales Laden verändert nicht nur, wie wir Autos nutzen – sondern wie wir Energie denken. Autos stehen nicht mehr nur herum. Sie arbeiten. Sie speichern. Sie liefern. Und vielleicht beginnt alles ganz einfach – mit einer Tasse Kaffee.


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Behind the scenes:

Christian Clerici ist Head of Content & Creation bei vibe moves you und Mastermind hinter dem Projekt GRAN TURISMO INNOVATION. Gemeinsam mit seinem langjährigen Geschäftspartner Clemens Maria Fischer und der Daleyelama Bewegtbild GmbH werden aufwendige Produktionen wie GT! bewegend in Szene gesetzt. Mit geballter Medienexpertise, einem professionellen Team und dem Auge für’s Detail im Big Picture.